Der Nationale Radverkehrsplan 3.0 strebt die Steigerung des Radverkehrsanteils und ein lückenloses Radverkehrsnetz an. Separate Radwege sind oftmals nicht realisierbar. Schutzstreifen außerorts können eine kurzfristige Lösung sein, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen. In dieser Masterarbeit werden zur Ermittlung der subjektiven und objektiven Verkehrssicherheit sowie der Akzeptanz Abstandsmessungen bei Überholvorgängen zwischen Kfz- und Radfahrenden und Verhaltensbeobachtungen auf Strecken mit Schutzstreifen außerorts in Nordrhein-Westfalen und in den Niederlanden durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, dass Schutzstreifen außerorts unter Berücksichtigung verschiedener Einsatzbedingungen vor allem auf schwächer belasteten Straßen eine sinnvolle Lösung sein können, um wichtige Lücken im Radverkehrsnetz zu schließen und damit einen Beitrag zur Radverkehrsförderung zu leisten. Da jedoch oftmals der mit der StVO Novelle 2021 eingeführte gesetzlich vorgeschriebene Mindestabstand von 2,00 m beim Überholen nicht eingehalten wird, ist die Voraussetzung, dass die Schutzstreifen mit einer ausreichenden Breite ausgeführt werden. Die Autorin schlussfolgert, dass daher zuerst die Verbreiterung der Schutzstreifen zielführend sei statt der Verbreiterung der Kernfahrbahn.
Schutzstreifen außerorts für eine verbesserte Verkehrssicherheit und Akzeptanz im Radverkehr: Fokus Dänemark, Niederlande und Nordrhein-Westfalen
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